Salotugenetisches und pathogenetisches Modell

Zu dem heute im Sinne „gesicherter arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse“ (vgl. § 4 Arbeitsschutzgesetz) anerkannten grundlegenden Ansatz gehört die Salutogenese (vgl. Lorenz 2005, Antonovsky/Franke 1997).

Im Unterschied zur Frage nach den krankmachenden Faktoren der Arbeit, die insbesondere im klassischen Bereich der Arbeitssicherheit weiterhin ihre Berechtigung haben (z.B. Gefahrstoffe), fragt das salutogenetische Konzept nach den gesunderhaltenden Faktoren der Arbeit und damit nach den Ressourcen, die zur Bewältigung der Arbeitsanforderung zur Verfügung stehen. Ursprünglich auf die individuellen Kräfte bezogen, hat dieses in den siebziger Jahren vom Medizinsoziologen Antonovsky entwickelte Konzept auch Eingang gefunden in die Aktivitäten der betrieblichen Gesundheitsförderung. Es hat damit zur Erweiterung der eher mechanistischen bzw. behavioristischen Ursache-Wirkungskonzepte der Arbeitswisssenschaften der sechziger Jahre beigetragen. Dies kann als Schritt zu einem ganzheitlichen Gesundheitsschutz verstanden werden.

Die Theorie der Salutogenese ist insbesondere im Bereich der psychisch wirkenden Arbeitsbedingungen handlungsrelevant, denn Ziel ist es hier, die gesunderhaltenden Faktoren bzw. Ressourcen zu stärken.

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