PsyBel

Die Beurteilung der körperlichen und psychischen Belastungen und Gefährdungen ist eine der zentralen Aufgaben im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Eine ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung ist Grundlage für eine präventiv ausgerichtete Gestaltung der Arbeitsbedingungen und nach dem Arbeitsschutzgesetz Pflicht des Arbeitgebers.
Die Umsetzung dieser gesetzlichen Pflicht verläuft im Bereich der psychischen Belastungen noch sehr zögerlich. Vielen Betrieben fehlt hier das Know-how.
In den Sozial- und Erziehungsdiensten wurde die Wichtigkeit der bestehenden rechtlichen Grundlagen für die verpflichtende Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen durch die gezielte Aufnahme der Gesundheitsförderung in den Tarifvertragsabschluss zum Sozial-
und Erziehungsdienst (BT-B/BT-V) vom 27.Juli 2009 bestätigt. Die Umsetzung der Arbeitsschutzverpflichtung des Arbeitgebers wird durch Vorschläge für Regelungen zu Verfahren, Rechten und Pflichten unterstützt und der individuelle Rechtsanspruch einzelner Mitarbeiter auf Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung festgeschrieben. Damit rückt in den betroffenen Kommunen und sozialen Einrichtungen die Frage nach dem „Wie erheben“ in den Mittelpunkt. Trotz des Erfolges des Abschlusses des Tarifvertrages für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes zum Arbeits- und Gesundheitsschutz fehlen solche tariflichen Regelungen bisher noch in anderen Bereichen. Nichtsdesto trotz müssen alle Betriebe/Dienststelle die gesetzlichen Vorgaben sowie ihrer Fürsorgepflicht zum Arbeits- und Gesundheitsschutz nachkommen. Das Befragungsinstrument PsyBel dient der Umsetzung der gesetzlichen Erfordernisse und dem betrieblichen Gesundheitsschutz, in dem es eine Analyse der psychischen Belastung ermöglicht und somit eine Grundlage für die Erarbeitung, Weiterentwicklung spezieller betrieblichen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz schafft.

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